Konvertierungsraten

A/B-Tests sind kein Hype, der sich mit der Zeit wieder vergeht. Sie sind vielmehr ein ideales Hilfsmittel, um das Verhalten Ihrer Kunden und Interessenten zu verstehen und Ihre Konvertierungsraten zu steigern. Doch obwohl das Testen in den Online-Kanälen ganz einfach ist, vernachlässigen viele Marketer dieses wichtige Thema immer noch. Oder Sie übersehen es, weil Sie mit so vielen anderen Dingen beschäftigt sind.

Die meisten Firmen erzielen Konvertierungsraten von 1 bis 3 %, und nur 22 % der Unternehmen sind mit ihrer Konvertierung zufrieden. Trotzdem setzen die wenigsten Unternehmen A/B-Tests ein. Und damit liegen sie völlig falsch! Denn mit den richtigen Targeting- und Test-Methoden kann man die Konvertierungsraten um bis zu 300 % steigern. Und diese Tests wollen Sie nicht nutzen? Das sollten Sie ändern – sofort.

Sie sollten das A/B-Testing also wiederbeleben oder einführen falls noch nicht geschehen. Wir geben Ihnen hier Empfehlungen, wie Sie Ihre Aktivitäten sinnvoll testen können.

Mit A/B-Tests kann man ganz einfach verschiedene Versionen (A/B oder A/B/C oder …) eines Copy-Textes, einer Betreffzeile oder eines Layouts ausprobieren. So finden Sie schneller heraus, welche Version von der Zielgruppe besser angenommen wird, was sich an den Öffnungs-, Klick- und Konvertierungsraten ablesen lässt. Es hilft Ihnen auch zu erkennen, was nicht so gut funktioniert, sodass Sie sofort nachbessern können. Damit Sie Ihr E-Mail-Marketing sinnvoll messen können, sollten Sie wissen, welche Kennzahlen für Ihr Unternehmen besonders wichtig sind.

Was sollten Sie testen?

1. Versandzeitpunkt: Immer wieder dienstags …

Mit A/B-Tests können Sie herausfinden, wann (Wochentag, Tageszeit) Sie Ihre E-Mail-Kampagnen am besten verschicken. Dafür sollten Sie sich Ihre früheren Kampagnen ansehen und sie in Bezug auf Öffnungs- und Klickzeitpunkt analysieren. So erhalten Sie schon einmal eine erste Idee, welche Zeitpunkte Sie testen sollten.

Info-Grafik: Wann ist der beste Tag um eine E-Mail-Kampagnen zu versenden

Quelle: http://coschedule.com/blog/best-time-to-send-email/

Schon lange gilt Dienstag als der beste Tag für den Versand von E-Mailings. Das zeigt auch diese Grafik, für die Coschedule 10 Studien über den Versandzeitpunkt zusammengefasst hat. Aber ist das auch noch so, wenn irgendwann alle Marketer ihre E-Mails am Dienstag verschicken? Jede Zielgruppe ist anders, und jedes Angebot ist anders. Deshalb ist es wichtig, dass Sie immer wieder testen, wann Sie in Ihrer Zielgruppe die besten Ergebnisse mit Ihrem Angebot erzielen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten E-Mails innerhalb von 60 Minuten nach dem Empfang geöffnet werden. Sie können Ihre E-Mails also auch schon 30 Minuten vor der „besten Zeit“ schicken.

2. Betreffzeilen

Wir empfehlen auch einen Betreffzeilen-Test für jede E-Mail, die Sie versenden. Auf gut Glück zwei verschiedene Betreffzeilen zu testen, wird nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Gehen Sie systematisch vor:

  • Definieren Sie Ihre Ziele: Was wollen Sie erfahren?
  • Legen Sie die Parameter fest: Anzahl der Empfänger, Dauer der Tests etc.
  • Führen Sie die A/B-Tests durch.

Es gibt auch kostenlose Tools, mit denen Sie Betreffzeilen testen können. Nutzen Sie diese Werkzeuge – aber immer in Verbindung mit gründlicher Zieldefinition und Planung.

3. Testen Sie kreative Elemente: Bilder oder nicht, Rot oder Blau?

Bei wichtigen Kampagnen (wie zum Beispiel Sonderangeboten) empfiehlt es sich, die gestalterischen Elemente der E-Mails (Schaltflächen, Bilder etc.) zu testen, da sie wesentliche Auswirkungen auf den Erfolg der Kampagnen haben können. So sollten Sie sich beispielsweise Gedanken um die Farbe Ihrer Schaltflächen machen. Farben beeinflussen die Stimmung und damit auch den Entscheidungsprozess. Bestimmte Farben fallen auf, andere treten in den Hintergrund, sodass man den Button nicht mehr richtig wahrnimmt. Befolgen Sie diese Tipps:

  • Nutzen Sie Kontraste
  • Lassen Sie CTAs “aufpoppen”
  • Verwenden Sie Farben aus Ihrem Corporate Design
  • Seien Sie konsistent in der Farbwahl

Prüfen Sie bei E-Mails und bei mobilen Push-Nachrichten, ob gestalteter („Rich“) Text oder einfacher Text zielführender ist. Anders gefragt: Sollten Sie eine Menge Bilder verschicken – oder lieber nur eine einfache Textbotschaft, die wie eine „normale“ E-Mail direkt vom Vertriebsmann kommt?

4. Personalisierung

Sie können auch die Personalisierung testen. Nutzen Sie vorhandene Daten, um eine persönliche Information über den Empfänger in die Betreffzeile einzufügen. Manche Empfänger wissen diesen individuellen Bezug zu schätzen, andere finden ihn jedoch ein wenig unheimlich. Wie Ihre Zielgruppe das sieht, wissen Sie erst, wenn Sie es ausprobieren und die Reaktionen vergleichen.

5. Text auf CTA-Schaltflächen

Der Call to Action ist besonders wichtig, denn er soll die Empfänger zu einer Reaktion veranlassen. So können Sie über den Call to Action beispielsweise die Erlaubnis erbitten, mobile Push-Nachrichten zu schicken. Der Text auf der Schaltfläche entscheidet dann mit darüber, ob Sie viele Opt-Ins erhalten. Das gilt auch für E-Mails, bei denen es entscheidend sein kann, ob Sie einfach „weiterlesen“ auf den Button schreiben – oder „kostenlosen Artikel hier downloaden“. Um die gewünschte Reaktion hervorzurufen, müssen Sie dem Empfänger einen guten Grund geben, auf den Knopf zu klicken. Der CTA-Text sollte eine klare Aufforderung an die Zielgruppe sein, eine bestimmte Aktion zu starten. Wenn die Empfänger nicht auf den CTA-Knopf drücken, war Ihr Call to Action nicht klar, spezifisch oder attraktiv genug, und sie werden Ihr Ziel nur erreichen, wenn Sie ihn entsprechend optimieren.

6. Allgemeiner Content oder Unternehmens-Content?

Beim Testen von sozialem Content geht es vor allem darum, die Reaktionen (Likes, Kommentare o.ä.) über einen gewissen Zeitraum zu vergleichen, um zu sehen, welche Art von Content am besten ankommt. In unserer Studie zum Digital Customer Engagement hat sich gezeigt, dass es umso mehr Follower gab, je allgemeiner der Content gehalten war, je weniger unternehmensbezogen die Botschaften also waren.

Über Facebook-Audiences kann man Botschaften an einzelne Gruppen schicken. Dann sehen die verschiedenen Segmente der Zielgruppe in Facebook jeweils andere Anzeigen, und das Klickverhalten kann für jedes Segment und jede Anzeige separat gemessen werden. Mit E-Mail-Kampagnen können Sie über A/B-Tests unternehmensbezogenen Content mit allgemeinem Content vergleichen.

Kleine Warnung: Wenn Sie zu viele Variablen auf einmal testen, wird das eher verwirren. Seien Sie kreativ bei Ihren Tests, halten Sie das Ganze aber immer übersichtlich. Nur dann können Sie sicher sein, dass Ihre Kampagnen nach den Tests genau das verwenden, was tatsächlich funktioniert – und nicht das, wovon Sie glauben, dass es funktionieren könnte.

Zusammengefasst …

A/B-Tests können sehr einfach durchgeführt werden. Sie sind der schnellste und sicherste Weg, um die Botschaften, Inhalte und Gestaltung von Kampagnen vorab zu testen. Planen Sie also 2017 regelmäßig Zeit für solche Tests ein – und steigern Sie damit die Konvertierungsraten Ihrer digitalen Kundenkommunikation. Viel Spaß beim Testen!

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