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Post-pandemischer E-Commerce- und Einzelhandel: Diese 8 Trends sollten alle Marketer kennen

Ricardas Montvila
Vice President, Global Strategy
Post-pandemischer E-Commerce- und Einzelhandel: Diese 8 Trends sollten alle Marketer kennen');
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Befinden wir uns aktuell an einem post-pandemischen Wendepunkt? Der Online-Traffic pendelt sich ein und die E-Commerce Wachstumsrate scheint sich auf 12.2 % zu reduzieren  – eine klare Abflachung im Vergleich zu 16,3 % im Jahr 2021. Marketer bewegen sich aktuell in unruhigen Gewässern mit einer Serie ganz neuer Herausforderungen wie beispielsweise der steigenden Inflation und deren Einfluss auf das Kaufverhalten, die Rückkehr von physischen Geschäften, und das aktuelle Geschehen auf der Weltbühne. All diese Punkte beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen für Unternehmen.

Klar ist: Unternehmen müssen sich schneller und intensiver anpassen, um ihre Chancen nicht zu verpassen. Die Marketingbrauche dreht sich aktuell um zwei Fragen:

  • Wie sieht der post-pandemische Einzelhandel aus – sowohl digital als auch in physischen Geschäften?
  • Wie müssen Vermarkter ihre Strategien anpassen, um angemessen auf die veränderten Verhältnisse reagieren zu können?

Hier sind acht post-pandemische Trends, die Marketer kennen müssen:

1# Risikofaktor Inflation: Verbraucher werden kostenbewusster

Der wichtigste Parameter ist derzeit die Inflation. Zuletzt vermeldete das europäische Statistikamt Eurostat, dass die Preise im Euroraum um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen seien – ein Rekordhoch, und Gehälter wachsen nicht in derselben Geschwindigkeit. Damit belasten die steigenden Lebenshaltungskosten auch die Verbrauchsausgaben.

Dies bedeutet: Viele Haushalte werden bei den „Nice-to-haves“ Abstriche machen, um ihre Budgets zu schonen, während sie gleichzeitig darauf aus sind, den Wert der Einkäufe zu maximieren. Daher müssen Marketer konstant den Mehrwert des eigenen Produkts betonen und sich zugleich auf die veränderten Prioritäten der Konsumenten fokussieren.

Die schnellste Lösung sind hier Rabatte, doch es muss eine langfristige Lösung her.

Hier bieten sich First-Party Daten an – sie liefern genaue Einblicke in Kundenpräferenzen und ermöglichen ein passgenaue Angebote – eine deutliche Verbesserung der Customer Experience, die positiv in Erinnerung bleibt und zu Folgekäufen anregt.

2# Fehlende Ressourcen und zugleich überfüllter Markt

Lieferkettenunterbrechungen, in Kombination mit knappen Ressourcen und limitierten Personalverfügbarkeiten, kombiniert mit höheren Anforderungen von Kundenseite – und schon sehen wir uns mit einem weiteren Problem konfrontiert. Um die Customer Experience weiterhin positiv gestalten zu können, rücken viele Unternehmen mit ihrer Produktion näher an den Kunden heran. Dies hilft ihnen, die Kontrolle zu behalten, Kosten zu senken und die Customer Experience zu sichern.

Nachdem Brands versucht haben, sich auf einem überfüllten Marktplatz mit Rabatten, Lieferungen am nächsten Tag usw. durchzusetzen, müssen sie nun aufgrund der begrenzten Bestände und Ressourcen selektiver mit diesen Angeboten umgehen. Dies ist nicht nur eine planerische und logistische Herausforderung, sondern auch eine Marketing-Challenge. 

3# Gleichgewicht von Direct-to-Consumer versus Großhandel

Wenn sich die Verkaufsplätze ändern, ändern sich auch die Verkaufsmodelle der Unternehmen. Wobei es keine eindeutigen Hinweise darauf gibt, ob mehr Verkäufe über Direktverkaufskanäle oder über den Großhandel getätigt werden. Einige Unternehmen entwickeln ihre Strategie mehr in Richtung Direct-to-Consumer mit höheren Gewinnspannen, aber es gibt keine „Einheitslösung“ für jedes Unternehmen. Hier kommt es zu sehr auf das konkrete Produkt an, als dass eine allgemeingültige Lösung gefunden werden kann.

Das Gleichgewicht zwischen Direct-to-Consumer und Großhandel wandelt sich zu einer Art „doppelten Waage“, da die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher*innen zwischen den verschiedenen Kanälen ein Ungleichgewicht verursachen. Unternehmen versuchen daher, einen Mittelweg zu finden. Einige konzentrieren sich mehr auf den einen als auf den anderen, andere reduzieren einen Kanal, während der andere floriert, und wieder andere fügen ihn zusätzlich zu ihren anderen Kanälen in ihren Marketing-Mix ein. Dies ist ein weiterer Beleg für eine „hybride“ Arbeitsweise. Unternehmen, die eine gewisse Offenheit und Flexibilität zulassen, was neue Vertriebsansätze angeht, sind hier klar im Vorteil. Es lohnt sich, verschiedene Modelle zu testen.

4# Personalisierung und Datenschutz 

Personalisierung mit Hilfe von Third-Party Cookies gehört bekanntlich der Vergangenheit an. Laut einer aktuellen Umfrage haben nur 28 % der Unternehmen eine Strategie für das Ende der Third-Party Cookies.  Es wird also höchste Zeit für die anderen zwei Drittel, diese Baustelle anzugehen.

Zero-Party Daten und First-Party Daten sind der Schlüssel zur Personalisierung von Experiences. Brands suchen aktuell nach neuen und innovativen Wegen, um mit Kund:innen zu interagieren und Incentives zur Datenteilung bereitstellen. Inzwischen ist der Medienkonsum von Inhalten, die Brands zur Verfügung stellen, zum wesentlichen Teil der Customer Journey geworden. Klar ist: Verbraucher:innen suchen bei Brands auch nach Unterhaltung. Und genau das ist auch eine Chance für Marketer, Kund:innen besser kennenlernen zu können. Hier bieten sich Gamification-Elemente oder das gute alte Quiz an.

Kund:innen werden zudem immer datenschutzbewusster. Erforderlich sind daher Transparenz und Aufklärung, um Datenschutzbedenken zu beseitigen und digitale Sicherheit zu garantieren. User verlangen Transparenz darüber, wie ihre Daten gesammelt und verarbeitet werden. Aus diesem Grund sind Third-Party Daten passé und Google geht mit GA4 zu einem Modell ohne Cookies über. Erfahre hier, weshalb du über eine Alternative zu GA4 nachdenken solltest.

5# Haltung und Lokalität gewinnen an Relevanz

Angesichts von Lieferschwierigkeiten und Lieferengpässen gingen immer mehr Verbraucher dazu über, bewusster, und vor allem vor Ort einzukaufen. In einerShopify-Studie haben 47 % der Befragten angegeben, dass eine lokale Präsenz ein wichtiger Faktor dafür sei, bei welchen Marken sie einkaufen. Immer mehr Verbraucher:innen sind auch motiviert, Brands zu kaufen, die sie aufgrund des Standorts, der Unternehmenswerte oder der Nachhaltigkeit ansprechen.

6# Kundenerwartungen & Omni-Services

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie begnügten sich die Verbraucher:innen damit, gewünschte Artikel zu erhalten. Eine besonders ansprechende Customer Experience war angesichts der Umstände noch kein Thema. Nun hatten Marken aber Zeit, sich auf die veränderten Verhältnisse einzustellen – die Schonfrist ist vorbei!

Kund*innen erwarten inzwischen, dass die Unternehmen an den verschiedenen Touchpoints ansprechbar sind. Ursprünglich waren es Vertriebsmitarbeiter, heute sind es Markenbotschafter und Kommunikatoren, die online, im Geschäft oder in neuen virtuellen Welten für Umsatz sorgen. Sie sind jetzt an der Schaffung von Möglichkeiten für Mikrointeraktionen und Conversational Commerce beteiligt, z. B. Live-Chats, Messaging-Dienste und mehr, die das Verkaufserlebnis auf interessante, ansprechende Weise erweitern.

Da schwächelnde Ressourcen und unzuverlässige Lieferketten den Handel ausbremsen, versuchen Kunden ihr Glück on- und offline zugleich. Das zwingt Unternehmen, omnipräsent zu sein – sie müssen auf Social Media aktiv sein, in-Store Abholungen in der Nähe bieten, und eine personalisierte Shopping Experience kreieren – beispielsweise mit Hilfe von Video-Shopping.

Brands müssen also in neue Tools, in Mitarbeitertraining und Ressourcen investieren. So können ihre Teams schnell zwischen verschiedenen Kanälen wechseln, erweitern so automatisch ihr Produktwissen und schaffen eine personalisiere Customer Experience in Echtzeit.

7# Livestreaming-Shopping wird immer wichtiger 

In China und den USA ist der Trend bereits absehbar: Livestreaming-Shopping wird immer wichtiger. Laut einer Studie von Arvato Supply Chain Solutions sind 70 % der europäischen Kunden offen für Live-Shopping. Ähnlich wie bei jeder Art von Marktplatz, gibt es hier eine spezifische, gleichsam kuratierte Audience.

Marketer sollten sich bewusst sein, dass Live-Streaming zwar unterhaltsam ist, aber nicht unbedingt bedeutet, dass die Teilnehmer*innen auch zugreifen. Stattdessen sind die Verbraucher*innen neugierig auf Produkte und Kanäle, während sie ihre Möglichkeiten erkunden. Zentral ist deshalb die passende Nachbereitung des Events mit Hilfe einer Omni-Channel-Strategie und der Aktivierung von First-Party Daten.

8# Metaverse 

Laut einer Studie von Gartner werden im Jahr 2026 25 % der Verbraucher das Metaverse eine Stunde pro Tag nutzen und gemäß einer aktuellen Studie von Accenture (Global Consumer Pulse Survey) sind 79 % der befragten Personen interessiert, das Metaverse zum Shopping zu nutzen. Das Potential der virtuellen Welten ist in der Tat riesig. Das Metaverse wird mit mit zunehmender Ausdifferenzierung neue Produktmöglichkeiten, Vertriebskapazitäten und Kanäle schaffen.

Virtuelle Showrooms zum Beispiel sind eine Lösung für Kund:innen, die Produkte ansehen, ausprobieren und testen wollen. Sie bieten ein angenehmes Erlebnis und ermöglichen die Annäherung an eine Kaufentscheidung. Angesichts dieser Vorteile werden Einzelhändler versuchen, ihre digitale Präsenz in virtuellen Welten zu erweitern.

In welche Richtung entwickelt sich das Marketing für E-Commerce und Einzelhandel?

 Marketing kennt nur eine Richtung: noch digitaler, virtueller und mit noch mehr Druck auf Brands, ihre Mehrwerte mit Hilfe der Customer Experience aufzuzeigen.

Mit Hilfe eine passenden MarTech Stacks kannst du bei den vorgestellten Trends ganz vorne dabeibleiben, eindrucksvolle Customer Experiences schaffen und so die Kundenbindung und -loyalität fördern.

Wenn du noch mehr Experteneinschätzungen zur Zukunft sehen möchtest, solltest du den E-Guide zum „Einzelhandel der Zukunft“ herunterladen. Gemeinsam mit unseren Partnern  Alpenite, Space48 und T-Systems betrachtet er Trends, Prognosen und Strategien, die dich ideal auf die Zukunft vorbereiten.






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Klar ist: Unternehmen müssen sich schneller und intensiver anpassen, um ihre Chancen nicht zu verpassen. Die Marketingbrauche dreht sich aktuell um zwei Fragen:

  • Wie sieht der post-pandemische Einzelhandel aus – sowohl digital als auch in physischen Geschäften?
  • Wie müssen Vermarkter ihre Strategien anpassen, um angemessen auf die veränderten Verhältnisse reagieren zu können?

Hier sind acht post-pandemische Trends, die Marketer kennen müssen:

1# Risikofaktor Inflation: Verbraucher werden kostenbewusster

Der wichtigste Parameter ist derzeit die Inflation. Zuletzt vermeldete das europäische Statistikamt Eurostat, dass die Preise im Euroraum um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen seien – ein Rekordhoch, und Gehälter wachsen nicht in derselben Geschwindigkeit. Damit belasten die steigenden Lebenshaltungskosten auch die Verbrauchsausgaben.

Dies bedeutet: Viele Haushalte werden bei den „Nice-to-haves“ Abstriche machen, um ihre Budgets zu schonen, während sie gleichzeitig darauf aus sind, den Wert der Einkäufe zu maximieren. Daher müssen Marketer konstant den Mehrwert des eigenen Produkts betonen und sich zugleich auf die veränderten Prioritäten der Konsumenten fokussieren.

Die schnellste Lösung sind hier Rabatte, doch es muss eine langfristige Lösung her.

Hier bieten sich First-Party Daten an – sie liefern genaue Einblicke in Kundenpräferenzen und ermöglichen ein passgenaue Angebote – eine deutliche Verbesserung der Customer Experience, die positiv in Erinnerung bleibt und zu Folgekäufen anregt.

2# Fehlende Ressourcen und zugleich überfüllter Markt

Lieferkettenunterbrechungen, in Kombination mit knappen Ressourcen und limitierten Personalverfügbarkeiten, kombiniert mit höheren Anforderungen von Kundenseite – und schon sehen wir uns mit einem weiteren Problem konfrontiert. Um die Customer Experience weiterhin positiv gestalten zu können, rücken viele Unternehmen mit ihrer Produktion näher an den Kunden heran. Dies hilft ihnen, die Kontrolle zu behalten, Kosten zu senken und die Customer Experience zu sichern.

Nachdem Brands versucht haben, sich auf einem überfüllten Marktplatz mit Rabatten, Lieferungen am nächsten Tag usw. durchzusetzen, müssen sie nun aufgrund der begrenzten Bestände und Ressourcen selektiver mit diesen Angeboten umgehen. Dies ist nicht nur eine planerische und logistische Herausforderung, sondern auch eine Marketing-Challenge. 

3# Gleichgewicht von Direct-to-Consumer versus Großhandel

Wenn sich die Verkaufsplätze ändern, ändern sich auch die Verkaufsmodelle der Unternehmen. Wobei es keine eindeutigen Hinweise darauf gibt, ob mehr Verkäufe über Direktverkaufskanäle oder über den Großhandel getätigt werden. Einige Unternehmen entwickeln ihre Strategie mehr in Richtung Direct-to-Consumer mit höheren Gewinnspannen, aber es gibt keine „Einheitslösung“ für jedes Unternehmen. Hier kommt es zu sehr auf das konkrete Produkt an, als dass eine allgemeingültige Lösung gefunden werden kann.

Das Gleichgewicht zwischen Direct-to-Consumer und Großhandel wandelt sich zu einer Art „doppelten Waage“, da die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher*innen zwischen den verschiedenen Kanälen ein Ungleichgewicht verursachen. Unternehmen versuchen daher, einen Mittelweg zu finden. Einige konzentrieren sich mehr auf den einen als auf den anderen, andere reduzieren einen Kanal, während der andere floriert, und wieder andere fügen ihn zusätzlich zu ihren anderen Kanälen in ihren Marketing-Mix ein. Dies ist ein weiterer Beleg für eine „hybride“ Arbeitsweise. Unternehmen, die eine gewisse Offenheit und Flexibilität zulassen, was neue Vertriebsansätze angeht, sind hier klar im Vorteil. Es lohnt sich, verschiedene Modelle zu testen.

4# Personalisierung und Datenschutz 

Personalisierung mit Hilfe von Third-Party Cookies gehört bekanntlich der Vergangenheit an. Laut einer aktuellen Umfrage haben nur 28 % der Unternehmen eine Strategie für das Ende der Third-Party Cookies.  Es wird also höchste Zeit für die anderen zwei Drittel, diese Baustelle anzugehen.

Zero-Party Daten und First-Party Daten sind der Schlüssel zur Personalisierung von Experiences. Brands suchen aktuell nach neuen und innovativen Wegen, um mit Kund:innen zu interagieren und Incentives zur Datenteilung bereitstellen. Inzwischen ist der Medienkonsum von Inhalten, die Brands zur Verfügung stellen, zum wesentlichen Teil der Customer Journey geworden. Klar ist: Verbraucher:innen suchen bei Brands auch nach Unterhaltung. Und genau das ist auch eine Chance für Marketer, Kund:innen besser kennenlernen zu können. Hier bieten sich Gamification-Elemente oder das gute alte Quiz an.

Kund:innen werden zudem immer datenschutzbewusster. Erforderlich sind daher Transparenz und Aufklärung, um Datenschutzbedenken zu beseitigen und digitale Sicherheit zu garantieren. User verlangen Transparenz darüber, wie ihre Daten gesammelt und verarbeitet werden. Aus diesem Grund sind Third-Party Daten passé und Google geht mit GA4 zu einem Modell ohne Cookies über. Erfahre hier, weshalb du über eine Alternative zu GA4 nachdenken solltest.

5# Haltung und Lokalität gewinnen an Relevanz

Angesichts von Lieferschwierigkeiten und Lieferengpässen gingen immer mehr Verbraucher dazu über, bewusster, und vor allem vor Ort einzukaufen. In einerShopify-Studie haben 47 % der Befragten angegeben, dass eine lokale Präsenz ein wichtiger Faktor dafür sei, bei welchen Marken sie einkaufen. Immer mehr Verbraucher:innen sind auch motiviert, Brands zu kaufen, die sie aufgrund des Standorts, der Unternehmenswerte oder der Nachhaltigkeit ansprechen.

6# Kundenerwartungen & Omni-Services

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie begnügten sich die Verbraucher:innen damit, gewünschte Artikel zu erhalten. Eine besonders ansprechende Customer Experience war angesichts der Umstände noch kein Thema. Nun hatten Marken aber Zeit, sich auf die veränderten Verhältnisse einzustellen – die Schonfrist ist vorbei!

Kund*innen erwarten inzwischen, dass die Unternehmen an den verschiedenen Touchpoints ansprechbar sind. Ursprünglich waren es Vertriebsmitarbeiter, heute sind es Markenbotschafter und Kommunikatoren, die online, im Geschäft oder in neuen virtuellen Welten für Umsatz sorgen. Sie sind jetzt an der Schaffung von Möglichkeiten für Mikrointeraktionen und Conversational Commerce beteiligt, z. B. Live-Chats, Messaging-Dienste und mehr, die das Verkaufserlebnis auf interessante, ansprechende Weise erweitern.

Da schwächelnde Ressourcen und unzuverlässige Lieferketten den Handel ausbremsen, versuchen Kunden ihr Glück on- und offline zugleich. Das zwingt Unternehmen, omnipräsent zu sein – sie müssen auf Social Media aktiv sein, in-Store Abholungen in der Nähe bieten, und eine personalisierte Shopping Experience kreieren – beispielsweise mit Hilfe von Video-Shopping.

Brands müssen also in neue Tools, in Mitarbeitertraining und Ressourcen investieren. So können ihre Teams schnell zwischen verschiedenen Kanälen wechseln, erweitern so automatisch ihr Produktwissen und schaffen eine personalisiere Customer Experience in Echtzeit.

7# Livestreaming-Shopping wird immer wichtiger 

In China und den USA ist der Trend bereits absehbar: Livestreaming-Shopping wird immer wichtiger. Laut einer Studie von Arvato Supply Chain Solutions sind 70 % der europäischen Kunden offen für Live-Shopping. Ähnlich wie bei jeder Art von Marktplatz, gibt es hier eine spezifische, gleichsam kuratierte Audience.

Marketer sollten sich bewusst sein, dass Live-Streaming zwar unterhaltsam ist, aber nicht unbedingt bedeutet, dass die Teilnehmer*innen auch zugreifen. Stattdessen sind die Verbraucher*innen neugierig auf Produkte und Kanäle, während sie ihre Möglichkeiten erkunden. Zentral ist deshalb die passende Nachbereitung des Events mit Hilfe einer Omni-Channel-Strategie und der Aktivierung von First-Party Daten.

8# Metaverse 

Laut einer Studie von Gartner werden im Jahr 2026 25 % der Verbraucher das Metaverse eine Stunde pro Tag nutzen und gemäß einer aktuellen Studie von Accenture (Global Consumer Pulse Survey) sind 79 % der befragten Personen interessiert, das Metaverse zum Shopping zu nutzen. Das Potential der virtuellen Welten ist in der Tat riesig. Das Metaverse wird mit mit zunehmender Ausdifferenzierung neue Produktmöglichkeiten, Vertriebskapazitäten und Kanäle schaffen.

Virtuelle Showrooms zum Beispiel sind eine Lösung für Kund:innen, die Produkte ansehen, ausprobieren und testen wollen. Sie bieten ein angenehmes Erlebnis und ermöglichen die Annäherung an eine Kaufentscheidung. Angesichts dieser Vorteile werden Einzelhändler versuchen, ihre digitale Präsenz in virtuellen Welten zu erweitern.

In welche Richtung entwickelt sich das Marketing für E-Commerce und Einzelhandel?

 Marketing kennt nur eine Richtung: noch digitaler, virtueller und mit noch mehr Druck auf Brands, ihre Mehrwerte mit Hilfe der Customer Experience aufzuzeigen.

Mit Hilfe eine passenden MarTech Stacks kannst du bei den vorgestellten Trends ganz vorne dabeibleiben, eindrucksvolle Customer Experiences schaffen und so die Kundenbindung und -loyalität fördern.

Wenn du noch mehr Experteneinschätzungen zur Zukunft sehen möchtest, solltest du den E-Guide zum „Einzelhandel der Zukunft“ herunterladen. Gemeinsam mit unseren Partnern  Alpenite, Space48 und T-Systems betrachtet er Trends, Prognosen und Strategien, die dich ideal auf die Zukunft vorbereiten.






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